Autor: Marco Petig
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Montag, den 09. Januar 2012 um 02:36 Uhr
Ost/West versucht, in 120 Minuten zu analysieren
Mehr als 500 Brandenburg verfolgten Dieter Hildebrand und Peter Ensikat / Kulturverein Brandenburg startete Loriot-Projekt in der Stadt Brandenburg an der Havel
Peter Ensikat und Dieter HildebrandDer Kulturverein Brandenburg hat sich in diesem auf die Fahne geschrieben, Loriot als Sohn der Havelstadt zu ehren. Das Unterfangen begann furios: Die bekanntesten Kabarettisten des Landes - Peter Ensikat (Ost) und Dieter Hildebrandt (West) gastierten in Brandenburg zu Ehren Loriots. Die Erlöse sollen in ein "Loriot-Projekt" der Stadt Brandenburg an der Havel fließen. Ganz nach dem Motto: "Die Stadt sorgt für das Projekt, die Bürger zahlen dies". Nach Ansicht der Stadt soll ein "Gemeinschaftsprojekt der Stadt Brandenburg an der Havel", das für den jüngst verstorbenen Ehrenbürger Vicco von Bülow (alias Loriot) entstehen und somit dem sich die Brandenburger Bürger identifizieren können. Noch ist unklar, was es genau werden wird, was sich da künftig in der Stadt mit dem großen Sohn Loriot verbindet. Eine Skulptur, eine Stele, ein Brunnen? Alles scheint möglich, nur wissen tut es noch keiner. Aus diesem soll es einen überregional ausgeschriebenen Ideenwettbewerb geben, den der Kulturverein derzeit mit Unterstützung der Architekten Achim Krekeler, Uli Krieg und Heidrun Fleege vorbereitete.
Den Auftakt dieser Loriot-Serie machten am Sonntag die bekanntesten deutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Peter Ensikat im Audimax der Fachhochschule Brandenburg (FHB). Peter Ensikat gilt als einer der klügsten und bissigsten Köpfe des DDR-Kabaretts und wurde nicht nur im Westen als "Dieter Hildebrandt des Ostens" betitelt, welches Kompliment Hildebrand dankt, annahm. Mit seinem neuen Buch "Ihr könnt ja nichts dafür" ist der siebzigjährige Ensikat seit einigen Monaten unterwegs in Sachen "deutsch-deutscher Völkerverständigung". Dieses lebten die beiden Kabarettisten nur zu genüge in ihrer Zweisamkeit aus.
West erklärt Ost, wie das Mikrofon anzuschalten geht
Im Gegenzug bittet West bei Ost um einen Rat
Wer könne dem DDR-Kabarettisten besser zur Seite stehen als der "Großmeister des politischen Kabaretts" - im Westen der Republik - schlechthin: Dieter Hildebrandt (84). Der bedeutendste und einflussreichste politische Kabarettist ist eine "Instanz". Sie versuchten den 500 Brandenburgern in 120 Minuten, sich gegenseitig ihre Welt (OST/WEST) zu erklären, ob es Politik, von Merkel; Rösler oder Bundespräsident Wulff oder die unterschiede von Ost und West bei den Nationalhymnen.
Der Spaß kam wenig zu kurz, wie das im Halse stecken bleibende Lachen, war garantiert.