Autor: Marco Petig
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Mittwoch, den 01. September 2010 um 21:04 Uhr
Linksjugend ['solid] zu Tiefflügen der Bundeswehr am Weltfriedenstag
Am 1. September trainierten Jets der Bundeswehr zum wiederholten Male unangekündigt Tiefflugeinsätze über die havelstadt
In den heutigen Nachmittagsstunden wurden zwei Durchbrüche der Schallmauer durch Bundeswehrjets vernommen. Dieses unterfangen löste in der Havelstadt eine Diskussion aus. Dazu nehmen die Linksjugend ['solid] folgende Stellung: „Nach dem Verlust der Kyritz-Ruppiner-Heide für die Bundeswehr scheint es jetzt so, als würde die Bundeswehr für den verfassungswidrigen Angriffskrieg in Afghanistan über Städten trainieren. Besonders erschreckend ist, dass der Bombenangriff nahe Kunduz, der 45 Zivilisten das Leben kostete, sich am 4. September jährt und wahrscheinlich dem Einsatz über Brandenburg sehr ähnlich gewesen sein dürfte. Mehrere Druckwellen haben, Augenzeugen zu Folge, Stadt und Umland erschüttert und den Bewohnern unnötig Angst eingejagt.“
Chriss Kühnl, Landessprecher der Linksjugend ['solid] erklärt weiter: „Diese Übungen am Weltfriedenstag sind eine Frechheit und lassen an Verstand sowie politischem Feingefühl der Kommandierenden zweifeln. Der Weltfriedenstag wurde ab 1957 vom DGB feierlich begangen, um dem Überfall der Naziwehrmacht auf Polen 1939 zu gedenken. Den Überfall auf Polen auf diese Weise zu `würdigen´, stellt die Bundeswehr in eine Tradition, welche nicht wünschenswert ist.“ Die Linksjugend ruft alle Bürgerinnen und Bürger von Brandenburg an der Havel und der umliegenden Gemeinden dazu auf, "sich bei der Bundeswehr zu beschweren". Möglich ist dies telefonisch unter: 0800 86 20 730 oder per E-Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.