Autor: Stephan Preuschoff
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Montag, den 06. Februar 2012 um 13:36 Uhr
Mit einer 6:15-Niederlage haben sich die Wasserballer der SGW Brandenburg aus dem deutschen Pokal verabschiedet
Allerdings verlief das Spiel gegen den Bundesligisten WU Magdeburg lange nicht so deutlich, wie das Ergebnis suggeriert. Die klar favorisierten Sachsen-Anhaltiner hatten vor allem in den ersten beiden Vierteln ihre liebe Mühe mit den engagiert aufspielenden Havelstädtern.
Das Trainergespann hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die starken Centerspieler der Magdeburger durch eine Zonenverteidigung aus der Partie zu nehmen, was zu Beginn sehr gut funktionierte. Offensiv sorgte die Mannschaft um Kapitän Björn Dupont durch viel Bewegung immer wieder für Herausstellungen beim Gegner. Folgerichtig fiel auch das 1:0 per Strafwurf für die Gastgeber. Den prompten Ausgleich konterte die SGW mit 2 Toren durch Dupont und Haberlandt. Magdeburg glich allerdings bis zum Viertelende aus. Im zweiten Viertel verstärkten beide Mannschaften ihre defensiven Bemühungen, sodass kaum noch Tore fielen. Den 2 Treffern der Gäste stemmte sich allein Dennis Wagner mit einem Gewaltwurf ins kurze Eck entgegen. Beim Stand von 4:5 für die Elbestädter wurden die Seiten gewechselt. Auch in der 2. Hälfte hielt die SGW zunächst gut mit, auch wenn offensiv jetzt nicht mehr viel zusammenlief. Erst nach 3 Minuten mussten die Gastgeber den Treffer zum 4:6 hinnehmen. Jetzt zeigte sich die Erfahrung des Bundesligisten, der auf Konterchancen lauerte und diese konsequent nutzte. Bis auf 5 Tore bauten die Gäste ihren Vorsprung bis zum Ende des dritten Abschnitts aus. Leider wurde das Spiel in dieser Phase auch hektisch, sodass 2 Magdeburger sowie auf Seiten der Gastgeber Niels Haberlandt das Wasser per Ausschluss verlassen mussten. Vor allem die mitgereisten Magdeburger Anhänger schürten mit diversen Beschimpfungen der gut agierenden Schiedsrichter die aufkommende Hektik. Im Schlussviertel nutzte der dieses Mal als Trainer fungierende Stephan Preuschoff die Möglichkeit, allen Spielern Einsatzzeit zu geben und wechselte konsequent durch, sodass am Ende doch ein deutlicher Sieg des Bundesligisten zu Buche stand.
Spielertrainer Sascha Mischur zeigte sich dennoch zufrieden: "Wie die Mannschaft aufgetreten ist, macht mich zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Wir haben dem hohen Favoriten lange Paroli geboten und waren zumindest in der ersten Hälfte ebenbürtig. Wenn wir jetzt noch die Unkonzentriertheiten in der Abwehr abstellen, sehe ich uns für den Liga-Alltag gut gewappnet." Mit diesem geht es allerdings erst im März weiter, so lange hat die SGW keine Pflichtspiele. Dann jedoch trifft man auf einen richtigen Brocken, denn mit Plaue ist der derzeitige ungeschlagene Tabellenführer der 2. Liga Ost zu Gast. Dann wird voraussichtlich auch der seit Wochen verletzt fehlende Christian Hehr wieder mitspielen können und die Mannschaft vor allem offensiv variabler machen.
Für die SGW spielten: Bohne (im Tor), Zick, Oldenburg (1 Tor), Gruhn, Ebert, Haberlandt (1), Dupont (1), Stresow (2), Förster, Behrendt, P.-J. Hehr, Wagner (1), Mischur